EU-Jugendprojekt im AWO SANO Ferienzentrum Oberhof
Begegnungen, Perspektiven und ein März voller Überraschungen
Ein persönlicher Bericht
Ich bin Leander und durfte im März Teil eines EU-Jugendprojektes in Oberhof sein - genauer gesagt im Ferienzentrum Oberhof. Mit dabei waren Jugendliche aus Deutschland, Rumänien, Litauen und der Türkei. Schon diese Mischung hat das Projekt besonders gemacht, weil man von Anfang an gemerkt hat, dass hier ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Erfahrungen und Sichtweisen zusammenkommen.
Herzlich Willkommen in Oberhof
Oberhof hat uns direkt gezeigt, dass der März wettertechnisch alles kann: Schnee, Sonne, Regen und sogar richtige Frühlingsmomente. Allein das hat die Zeit dort irgendwie besonders gemacht, weil sich gefühlt jeden Tag nicht nur das Programm, sondern auch die Stimmung draußen verändert hat.
Nach der Anreise wurden wir vom Bahnhof abgeholt. Am ersten Abend waren viele erstmal einfach nur müde. Nach teilweise langen Anreisen war die Energie eher niedrig, deshalb fand das eigentliche Kennenlernen auch erst am zweiten Tag statt. Im Nachhinein war das aber gar nicht schlecht, denn am nächsten Morgen waren alle etwas entspannter und offener.
Jedes Land stellt sich vor
Ein wichtiger Teil des Projekts waren die Länderabende. Am deutschen Abend gab es Brezeln mit Aufstrichen, wir haben Discofox getanzt und erfahren, wie unterschiedlich selbst die Regionen innerhalb Deutschlands sein können. Das fand ich spannend, weil man oft denkt, man kennt sein eigenes Land ganz gut, aber auch da gibt es viele Unterschiede. Die anderen Länder haben sich ebenfalls sehr vielseitig vorgestellt: Tänze, Musik, landestypische Getränke, Speisen und vor allem Süßigkeiten. Gerade diese Abende haben das Projekt lebendig gemacht.
Ausflüge & gemeinsamer Austausch
Eine Gemeinschaft entsteht
Natürlich ging es nicht nur um offizielle Programmpunkte, sondern auch darum, als Gruppe zusammenzuwachsen. Beim Kennenlernen gab es Spiele und Aktivitäten in gemischten Teams, bei denen wir gemeinsam unterwegs waren, zum Beispiel beim Seifenkistenrennen, bei Aktionen draußen oder auch beim Kletterpark und Minigolf. Gerade in solchen Momenten merkt man schnell, wie Gruppendynamik funktioniert: Wer übernimmt Verantwortung, wer hält sich eher zurück, wie entstehen neue Gespräche, und wie wird aus vielen Einzelnen langsam eine Gemeinschaft?
Was ich ebenfalls stark fand, war die Mischung aus Programm und Freizeit. Es war einfach gut, auch mal freie Zeit zu haben. Manche waren Eisbaden im Stausee, andere waren wandern und es gab die Möglichkeit, Erfurt besser kennenzulernen und dort unter anderem die NaturFreunde Thüringen zu besuchen. Für mich war das besonders schön, weil man nicht nur in einem Seminarraum sitzt, sondern Deutschland und die Region auch wirklich erlebt.
Mein Fazit
Am wichtigsten war aber wahrscheinlich etwas anderes: der Austausch selbst. Mit so vielen unterschiedlichen Leuten zusammen zu sein, miteinander zu reden, zu diskutieren und verschiedene Standpunkte zu hören, war eine der wertvollsten Erfahrungen des Projekts. Man merkt dabei schnell, dass viele Themen in verschiedenen Ländern unterschiedlich gesehen werden – und genau das ist spannend. Es geht nicht darum, immer einer Meinung zu sein, sondern darum, sich gegenseitig zuzuhören und den eigenen Blick zu erweitern.
Für mich war das Projekt in Oberhof deshalb viel mehr als nur eine Reise. Es war eine Erfahrung voller Begegnungen, neuer Eindrücke und gemeinsamer Erlebnisse, die gezeigt hat, wie wichtig europäischer Austausch gerade für junge Menschen ist.
Ausblick:
➡️ Vom 02.11. bis zum 13.11.2026 findet unsere nächste EU-Jugendbegegnung im Familienferiendorf in Schillig an der Nordsee statt.➡️ Du bist unter 30 und möchtest Europa entdecken? Dann mach mit bei unserer EU-Jugendbegegnung. Hin- und Rückfahrt sowie Kost & Logie gehen aufs Haus.
➡️ Melde dich jetzt per Mail an.