16.02.2012
Unterstützung für erschöpfte Eltern

Berlin, 15. Februar 2012. „Wenn die medizinischen Voraussetzungen vorliegen, sollten jetzt Mütter oder Väter auf jeden Fall einen Antrag auf eine Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur stellen“, betont AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker angesichts der nun wasserdichten gesetzlichen Regelungen für die Kur-Bewilligungsverfahren. „Diese Kurmaßnahmen sind eine gesetzliche Pflichtleistung der Krankenversicherung und sie bieten erschöpften Müttern oder Vätern und ihren Kindern eine hervorragende Möglichkeit, ihre Gesundheit zu stärken“, betont Döcker.

Hintergrund ist, dass der Verband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) am 06. Februar seine vom Bundesrechnungshof kritisierten Richtlinien für die Bewilligungspraxis für Mutter-Kind-Kuren änderte. Sollten nun wider Erwarten dennoch einzelne Krankenkassen ungerechtfertigte Ablehnungsgründe anführen, könnten Eltern die kostenlose Unterstützung nutzen, die ihnen die mehr als 230 Beratungsstellen der AWO im Verbund des Müttergenesungswerkes bieten. Die Erfahrung zeige, dass Anträge, die mit Unterstützung einer Beratungsstelle eingereicht werden, wesentlich häufiger zum Erfolg führten.

Die AWO unterstützt Mütter und Väter auch nach Abschluss ihrer Kur. Ein wichtiger Bestandteil der stationären Maßnahmen in den entsprechenden Kliniken der AWO ist das verbandsspezifische Nachsorgeprogramm, das eine Brücke zwischen Kur und Alltagsleben darstellt. Es unterstützt die Teilnehmer bei der aktiven Umsetzung der in der Kur gesetzten Ziele, durch weitere Unterstützung im Alltag am Wohnort.

Eine AWO-Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter:

www.gesundheitsservice-awo.org Oder informieren Sie sich bei der AWO- Hotline 0180 33 44 723 (Anruf 9 Cent/Minute aus allen Netzen).


24.01.2012
Für Familien mit geringem Einkommen

Für die Inanspruchnahme einer Mutter/Vater-Kind-Kur gilt auch 2012, dass der gesetzlich vorgeschriebene Eigenanteil in Höhe von 220,00 Euro durch eine Pauschalzahlung am Jahresanfang abgesenkt werden kann. Wir empfehlen, bei der Krankenkasse einen Antrag zu stellen, damit eine Pauschalzahlung zu Jahresbeginn möglich ist. So würden beispielsweise Hartz IV-Bezieherinnen und Sozialhilfeempfängerinnen mit einem Kind oder mehreren Kindern am Jahresbeginn ca. 86 Euro zahlen und wären damit von sämtlichen Zuzahlungen für alle Gesundheitskosten im Jahresverlauf befreit.


09.01.2012
Vereinfachtes Antragsverfahren für Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren

Für die Verordnung von Leistungen zur medizinischen Vorsorge (Mutter-Kind-Kuren bzw. Vater-Kind-Kuren) ist kein besonderer Qualifikationsnachweis des beantragenden Arztes notwendig. Für Mütter oder Väter, die unter Gesundheitsstörungen und Erschöpfung leiden, kann jeder behandelnde Arzt im vereinfachten Verfahren das Attest für die Durchführung einer mütterspezifischen bzw. väterspezifischen stationären Therapie ausstellen. Da diese Maßnahmen vom Rentenversicherungsträger nicht durchgeführt werden, entfällt der bei Rehabilitationsmaßnahmen übliche Weg über das Formular Muster 60 und folgende. Eine Mutter-Kind-Kur bzw. Vater-Kind-Kur dient niemals der Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, sondern ausschließlich der Wiederherstellung der Gesundheit.

Politisch gewollt

Nach den jüngsten Aktivitäten im Gesundheits- und Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages steht fest, dass Bundestagsabgeordnete fraktionsübergreifend an der Seite der Mütter und Väter stehen und die Forderung des Müttergenesungswerkes (MGW) nach Verbesserungen bei den Antragsverfahren für Kurmaßnahmen unterstützen. Der Bundesrechnungshof hat die Bewilligungsverfahren bei den Krankenkassen geprüft. Im Bericht vom 2. Juli 2011 an den Haushaltsausschuss wurde das nicht ordnungsgemäße Handeln festgestellt. Bis zum Ende dieses Jahres sollen die Verfahren bei den Krankenkassen verbessert werden. Damit werden die Chancen auf die Durchsetzung einer Mutter-Kind-Kurmaßnahme bzw. einer Vater-Kind-Kur-Maßnahme als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen erheblich steigen.

Gesundheit von Müttern und Vätern im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Gesundheit der Mutter bzw. des Vaters. Es gelten grundsätzlich die medizinischen Indikationskriterien Vorsorgebedürftigkeit, Vorsorgefähigkeit, Vorsorgeziele und Vorsorgeprognose. Ist die ärztliche Behandlung einschließlich Leistungen mit präventiver Ausrichtung nicht ausreichend oder ist sie ohne Erfolg durchgeführt worden, kommen Vorsorgeleistungen nach § 24 SGB V in Betracht. Danach sind alle Mütter und Väter antragsberechtigt, die Erziehungsverantwortung tragen, unabhängig davon, ob sie berufstätig sind, arbeitslos oder sich in Elternzeit befinden.

Es gilt nicht „ambulant vor stationär

Der Gesetzgeber hat endgültig klargestellt, dass Mutter-Kind-Kurmaßnahmen bzw. Vater-Kind-Kurmaßnahmen nach § 24 SGB V nicht dem Vorrang ambulanter Maßnahmen unterliegen. Danach ist für die Gewährung einer medizinischen Vorsorgemaßnahme für Mütter und Väter nicht erforderlich, dass zunächst die ambulanten Behandlungsmethoden ausgeschöpft sein müssen. Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten nach § 23 Abs. 2 SGB V kommen als Alternative grundsätzlich nicht in Betracht. Sie können von einer Mutter oder einem Vater mit einem bzw. mehreren Kleinkindern - ohne weitere Begleitung bzw. Versorgung der Kinder am Kurort - in der Regel nicht genutzt werden. Sie sind auch nicht zielführend. Wenn besondere Maßnahmen im Hinblick auf die Interaktion zwischen Mutter/Vater und Kind/Kindern erforderlich sind.

Antragsformulare

Vom Gesetzgeber sind keine einheitlichen Formulare für die Beantragung vorgeschrieben. Obwohl einige gesetzliche Krankenkassen ihre eigenen Formulare entwickelt haben, haben sich die Formulare des MGW als Standard durchgesetzt. Sie werden problemlos überall anerkannt. Für jedes an der Maßnahme teilnehmende Familienmitglied muss mit jeweils einem „Ärztlichen Attest“ die medizinische Notwendigkeit der Maßnahme durch den behandelnden Arzt bescheinigt werden. Für eine einwandfreie Beurteilung der gestellten Anträge durch die Krankenkassen ist die Qualität der Begründung von entscheidender Bedeutung, denn jeder (Mutter oder Vater), der einen Antrag aus medizinischer Sicht benötigt, wird diesen auch genehmigt bekommen.




14.12.2011
Neues Haus für Mütter und Kinder

„Was lange währt, wird schließlich gut“ – mit diesen Worten des Geschäftsführers der AWO SANO gGmbH Michael Bauer wurde am 7. Dezember 2011 der Erweiterungsbau der Mutter-Kind-Klinik Strandpark Kühlungsborn offiziell eingeweiht. Während einer sehr schönen musikalisch untermalten Feierstunde lernten die vielen Gäste, unter ihnen auch die Kuratoriumsvorsitzende des Müttergenesungswerkes und MdB Marlene Rupprecht, unseren dreigeschossigen Neubau kennen. Eine neue Küche, drei neue Restauranträume, neue Praxisräume, eine wunderschöne Saunaanlage, neue Räume für die Physiotherapie und 16 modern eingerichtete Appartements ermöglichen nun unseren Patientinnen mit ihren Kindern einen noch effektiveren und erholsamen Kuraufenthalt. Wir freuen uns auch im Jahr 2012 wieder viele Mütter mit ihren Kindern hier in unserer nun noch schöner und funktioneller eingerichteten Klinik begrüßen zu dürfen. Bis bald!

  • Bild Nr. 1
  • Bild Nr. 2
  • Bild Nr. 3
  • Bild Nr. 4
  • Bild Nr. 5

17.11.2011
Kurerfolg für Großfamilien

Johanna (13 Jahre), Annalena (10 Jahre), Jonathan (11 Jahre), Michel (8 Jahre), Dorothee (7 Jahre), Elias (4 Jahre), Salome (3 Jahre) und Linus (1 Jahr).haben mit ihren Eltern Kraft und Energie für den Alltag getankt. Die Mutter- Kind-Klinik in Rerik an der Ostsee mit ihrem besonderen Therapiekonzept war für die ganze Familie eine Oase der Ruhe und Entspannung und Anerkennung für das, was den Alltag einer Großfamilie ausmacht. "Alle Familienmitglieder fühlen sich sehr wohl und genießen die Kur.", erzählte uns Vater Jakob. "Wir bewohnen zwei sehr schöne Appartements und sind begeistert von der Verpflegung im Restaurant der Klinik." Den frischen Fisch aus der Region bevorzugt die Familie aus Niedersachsen ganz besonders. Die Kinder werden sich sehr gerne an die Erlebnisse in der Kita und an die Spaziergänge am Meer erinnern. Eltern und Kinder haben sich mit großer Freude an den freien Therapieangeboten beteiligt und so aktiv am Kurerfolg mitgearbeitet.




01.09.2011
Schöner schwitzen bei der AWO SANO!

Am 31.08.2011 war es soweit; nach nur 4 Monaten Bauzeit konnte das Sauna und Gesundheitshaus feierlich eröffnet werden!

Ab sofort steht damit den Gästen des Familienferiendorfes einen entspannten Saunagang mit viel Erholung nichts mehr im Wege. Mit einem großzügigen Saunabereich und viel Platz lädt das Sauna – und Gesundheitshaus zum gesunden schwitzen und relaxen ein.

Gut eingebettet im Familienferiendorf wurde das Saunahaus innen mit den Farben „sand“ und „türkis“ gestaltet. Viele kleine Details, wie z.B. ein „Schwalleimer“ (unbedingt ausprobieren!), runden die ansprechende Gestaltung der Innenräume ab. Ein Duschtunnel lässt im Nassbereich sogar das Duschen zum Erlebnis werden!

Das Saunahaus, ist täglich ab 15 Uhr geöffnet und steht allen Gästen des Familienferiendorfes zur Verfügung.

  • Bild Nr. 1
  • Bild Nr. 2
  • Bild Nr. 3
  • Bild Nr. 4

02.08.2011
Sommerfest begeisterte Groß und Klein!

Am 24. Juli 2011 verwandelte sich die Mutter-Kind-Klinik der AWO SANO gGmbH in Rerik nun bereits im vierten Jahr zu einem großen Festplatz.

Die Patientinnen und Patienten der Mutter-Kind-Klinik, die Gäste des Familienferiendorfes und ca. 50 Kinder aus Tschernobyl, die zur Zeit über den Verein Kinder für Tschernobyl e. V. im Schullandheim Kägsdorf bei Kühlungsborn zur medizinischen Behandlung und zur Erholung zu Gast waren, verbrachten hier einen mit vielen Höhepunkten gespickten Festnachmittag, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik, des Feriendorfes und der Geschäftsstelle organisiert haben.

Zu den absoluten Höhepunkten der Veranstaltung zählten das Fahren mit dem Feuerwehrauto (Danke an die freiwillige Feuerwehr Rerik!) und Clown Pelli mit seinem lustigen Kinderprogramm. Kuchen, frisch gebackene Waffeln, Kaffee und andere Getränke trugen zu dem leiblichen Wohl aller Gäste bei. An dieser Stelle sei auch noch einmal allen Mitarbeitern gedankt, die mit ihrem Engagement dazu beitrugen, dass unser diesjähriges Sommerfest für Groß und Klein zu einem einmaligen Erlebnis wurde.

  • Bild Nr. 1
  • Bild Nr. 2
  • Bild Nr. 3
  • Bild Nr. 4
  • Bild Nr. 5

01.08.2011
Acht auf einen Streich

Anette und Alexander Neufeld befinden sich mit Amy-Grace (3), Lorene (6), Joshua (7), Daniel (10), Alex-Sascha (12) und Melissa (13) für 3 Wochen zu einer Familienkur in der Mutter/ Vater-Kind-Klinik der AWO SANO im schönen Ostseebad Rerik. „Wir wohnen in zwei nebeneinander liegenden Mehrraumappartements mit einer schönen Terrasse – sehr viel Platz zum gemeinsamen leben und schlafen“ berichtet Annette Neufeld. Die Kinder können kaum abwarten, uns von ihren Erlebnissen in ihren Kindergruppen zu erzählen. Basteln, gemeinsam Keschern am Haff, ein Besuch im Kühlungsborner Kletterwald, Sport- und Entspannungsspiele, die Fahrt mit der Bimmelbahn sowie ein Neptunfest stehen dabei hoch im Kurs. „Durch das besondere Therapiekonzept der Klinik und die umsichtige Betreuung durch unsere Bezugstherapeutin haben wir auch einmal Zeit für uns gemeinsam und auch mal allein – das gefällt uns besonders gut“ ergänzt der Familienvater.




24.06.2011
Errichtung eines Blockheizkraftwerkes in Rerik

Das Thema Umweltschutz ist auch für die AWO SANO wichtiger Bestandteil der Arbeit. Deshalb gibt es seit geraumer Zeit Überlegungen, wie wir dazu beitragen und gleichzeitig unsere Betriebskosten senken können. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) stellt für unsere Anlage eine sinnvolle Alternative dar.

Durch das BHKW erfolgt eine dezentrale Energieversorgung unserer Objekte. Direkt am Ort der Stromabnahme wird dieser erzeugt. Es ergeben sich dadurch außergewöhnlich große Vorteile für die Umwelt gegenüber der zentralen Energieversorgung in großen Kraftwerken.

Die AWO SANO produziert so den Strom für ihre gesamte Anlage in Rerik fast vollständig selbst.

Nach intensiver Planung starteten wir im März 2011 mit den Arbeiten zur Optimierung der bestehenden Heizungsanlagen. Gleichzeitig begannen die Erdarbeiten für ein Nahwärmenetz zur Versorgung der Mutter-Kind-Klinik, des Schwimmbades, des Mehrfamilienhauses, des Bunten Hauses und des Appartementhauses mit Wärme.

Am 12.05.2011 rollte das BHKW, welches bereits im Werk in eine Fertigteilgarage montiert wurde, auf einem Tieflader an und wurde von einem Kran an den vorgesehenen Standort gehoben.

Die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes erfolgte am 01.06.2011.

  • Bild Nr. 1
  • Bild Nr. 2
  • Bild Nr. 3
  • Bild Nr. 4
  • Bild Nr. 5

04.06.2011
Erweiterung unserer Klinik in Kühlungsborn

Was lange währt, wird endlich gut: Unser neues Haus ist fertig. Neben modernen Praxisräumen stehen der Klinik jetzt eine neue Physoitherapie, ein großzügiger Saunabereich, eine neue Küche, ein aus mehreren Räumen bestehendes Restaurant und einige zusätzliche Apartments zur Verfügung. Teile des Bestandshauses wurden zu zusätzlichen Gruppenräume umgebaut. Damit wurde das Angebot unseres "Stammhauses" noch einmal deutlich verbessert und erweitert.

  • Bild Nr. 1
  • Bild Nr. 2
  • Bild Nr. 3
  • Bild Nr. 4
  • Bild Nr. 5

Aktuelles

16.02.2012

Unterstützung für erschöpfte Eltern

Wenn die medizinischen Voraussetzungen vorliegen...

24.01.2012

Für Familien mit geringem Einkommen

Gesetzliche Zuzahlung begrenzen ...

09.01.2012

Vereinfachtes Antragsverfahren

für Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren ...

14.12.2011

Neues Haus für Mütter und Kinder

Erweiterungsbau in Kühlungsborn eingeweiht ...

04.11.2011

Landpartie an der Ostsee

7 ÜN 178 (215) €/Erw. (Sommer: 198 (231) €) im Landhaus Zarfzow